Angriff ist nicht die beste Verteidigung

SapereAudeBlog

Es sollte inzwischen kein großes Geheimnis mehr sein, dass sich ein guter Teil meiner Beiträge hauptsächlich an diejenigen wendet, die selbst Inhalte verbreiten und in irgendeiner Weise gegen die Antideutschen, Feministen, Kulturverleugner, Sozialisten und was es nicht alles gibt arbeiten. Auch ist es wohl inzwischen bekannt, dass man mich am ehesten in die grobe Ecke derjenigen stellen kann, die man mit dem Begriff der Patrioten umreißen kann, ohne dass wir nun allzu sehr auf diesen Begriff eingehen wollen. Ich erwähne dies deswegen, weil der folgende Beitrag sich explizit an alle diejenigen richtet, die sich im Kampf wider das System und um die Freiheit Deutschlands befinden und weil er eben gerade dazu dienen soll, rhetorische und geistige Grundlagen zu liefern und nicht dazu, bloße Unterhaltung zu bieten oder aufklärerisch daherzukommen.

Angriff ist nicht die beste Verteidigung

Es sollte inzwischen kein großes Geheimnis mehr sein, dass sich ein guter Teil meiner Beiträge hauptsächlich an diejenigen wendet, die selbst Inhalte verbreiten und in irgendeiner Weise gegen die Antideutschen, Feministen, Kulturverleugner, Sozialisten und was es nicht alles gibt arbeiten. Auch ist es wohl inzwischen bekannt, dass man mich am ehesten in die grobe Ecke derjenigen stellen kann, die man mit dem Begriff der Patrioten umreißen kann, ohne dass wir nun allzu sehr auf diesen Begriff eingehen wollen. Ich erwähne dies deswegen, weil der folgende Beitrag sich explizit an alle diejenigen richtet, die sich im Kampf wider das System und um die Freiheit Deutschlands befinden und weil er eben gerade dazu dienen soll, rhetorische und geistige Grundlagen zu liefern und nicht dazu, bloße Unterhaltung zu bieten oder aufklärerisch daherzukommen.

Gemeinhin sagt man, Angriff sei die beste Verteidigung. Das ist Blödsinn. Und zwar rein begrifflich, da keine Verteidigung ohne Angriff vollständig ist und kein Angriff ohne Verteidigung vernünftig. Die Aussage, Angriff sei die beste Verteidigung, trennt zwei Konzepte voneinander, die so eng miteinander verwoben und in einer solchen Abhängigkeit zueinander stehen, dass die meisten Menschen, die sie tätigen, damit am ehesten ihr Unwissen zeigen. In diesem Zusammenhang will ich auch noch einmal auf meine Ansage aus „Sprache, Verfall, Manipulation und Kriegsführung“ eingehen, Widerstand sei zwecklos. Anders ausgedrückt soll es hier darum gehen, welche Geisteshaltung notwendig ist um tatsächlich etwas für die Sache beisteuern zu können.

Betrachten wir also die Konzepte des Angriffes und der Verteidigung und beginnen wir mit letzterer, da es um diese im wohlbekannten Gemeinspruch geht. Was ist eine Verteidigung und warum haben wir noch weitere Worte in unserer Sprache, wie etwa Abwehr, die scheinbar dasselbe bezeichnen? Eine Verteidigung ist etwas, das man aufbaut um sich vor einem feindlichen Angriff zu schützen. Nun könnte man meinen, dass das bloße Abwehren eines solchen Angriffes ausreichend wäre, etwa dass man einen Hieb, der einem zum Kopfe geschlagen wird, lediglich zur Seite umleitet und so sich erfolgreich verteidigt hat. Das ist falsch. Denn nichts hindert den Gegenüber daran, einen weiteren Angriff zu führen, so man sich denn mit dieser Abwehr zufrieden gibt. Ein Mann, der dies in einem kurzen Satz auf den Punkt bringt, war Johannes Lecküchner, der, denke ich, kaum einem von Ihnen, werte Leser, bekannt sein wird. Er schrieb 1482 ein Werk, nämlich „Die Kunst des Messerfechtens“ in dem der Satz „Wer nur versetztet, mit allen Künsten wird er geletztet,“ vorkommt. Versetzen heißt in diesem Zusammenhang, die Waffe des Gegners daran zu hindern, den eigenen Leib zu verletzen, indem man sie (normalerweise mit der eigenen) zur Seite bewegt. Anders gesagt: derjenige, der dies tut, hat sich nicht verteidigt, er hat lediglich seine Niederlage etwas aufgeschoben. Wir lernen daraus also, dass Angriff schon deshalb nicht die beste Verteidigung sein kann, weil es keine Verteidigung ohne einen solchen geben kann.

Was lernen wir daraus für unsere heutige Situation, in der wohl kaum jemand mit einem Langen Messer bewaffnet gegen seine Feinde ziehen wird? Dass es nicht reicht, die Angriffe derjenigen abzuwehren, die das Aussterben alles Deutschen herbeiführen wollen, die immer neue Verordnungen und Regelungen einbringen um das Denken, die Sprache und die Handlungen nur noch weiter zu beschneiden, als es ohnehin schon der Fall ist und die einen stetig größer werdenden Teil der Arbeit des Volkes für ihre Zwecke abschöpfen und in Bahnen lenken, die den Deutschen oftmals keinen Nutzen beibringen, wenn sie ihnen nicht gar schaden. Anders gesagt: es ist schön und gut aufzuzeigen, wie naiv man mit Mohammedanern umgeht, wie bescheuert die Sprachnormierungen sind, wo man Manipulationen und Fälschungen finden kann und wo unsere sogenannten „Volksvertreter“ mal wieder Unsinn von sich gegeben haben. Aber das ist lediglich die Abwehr. Und dazu noch eine äußerst ineffiziente, da sie höchstens einen äußerst kleinen Teil derjenigen vor dem oftmals geistigen Gift schützt, auf die es geschleudert wird. Was fehlt ist der Gegenangriff, das Moment, in dem man den Gegner einen Schlag versetzt, gegen den dieser gezwungen ist, sich wiederum zu verteidigen.

Um die verschiedenen Möglichkeiten dieses Angriffes zu betrachten, kehren wir zur Fechttheorie zurück und betrachten dieses mal einen italienischen Meister des siebzehnten Jahrhunderts, nämlich Ridolfo Capo Ferro da Gagli. Dieser beschrieb in seinem Werk „Gran Simulacro dell'Arte e dell'Uso della Scherma“ im Großen und Ganzen drei hauptsächliche Arten, wie man dem Feind Schaden zufügt, ohne sich dabei selbst zu verletzen. Nämlich mithilfe des Stringere, im Contratempo und in Dui Tempi. Das ist nun eine Menge Italienisch in wenigen Setzen, ziehen wir das also etwas auseinander und sehen wir, wie viel wir aus dem historischen Rapierfechten lernen können. Das sogenannte Stringere heißt praktisch so viel wie die Bedrängung oder Beengung der gegnerischen Waffe. Stellen Sie, werter Leser, sich einen Rapierfechter vor, der seine Waffe auf Sie richtet und lauernd auf Sie wartet. Wenn Sie nun mit Ihrer Waffe einfach auf ihn zugehen, um ihm das Schwert mit einem kraftvollen Hieb zwischen Kopf und Schulter in den Hals zu schlagen, wird er ganz einfach seinen Arm vorstrecken und Ihnen seine Spitze ins Auge stoßen. Anders ausgedrückt: Ihr Angriff fand nicht unter Deckung statt, Sie haben sich nicht verteidigt. Was Sie also tun sollten ist, den unteren Teil Ihrer Klinge, nach am Korb, zwischen sich selbst und seine Klinge so zu bringen, dass er Sie nicht mit einer einzigen Bewegung abstechen kann. Das ist im Grunde das Stringere.

Übertragen wir dies auf unsere heutige Situation so kann man daraus folgendes schließen: ein Angriff, welcher Art auch immer, der nicht unter Deckung geführt wird, schadet der Sache. Anders ausgedrückt: führe ich ein Argument an, stelle ich eine Theorie auf oder mache sonst was im Rahmen meiner Tätigkeit auf dem Blog oder auf Youtube, das nicht wohldurchdacht ist, bei dem ich mich nicht gegen rechtliche, rhetorische oder anderweitige Maßnahmen absichere, dann begehe ich eine Dummheit. Und die Keulen, gegen die man sich schützen muss, sollten wohl auch inzwischen bekannt sein: Nazi, Verschwörungstheoretiker, Pseudowissenschaftler oder *Beliebiges Fremdwort einfügen“- Phobie. Wie kann man dieses Rapier, das wie ein Meter blitzender Tod auf einen gerichtet wird, so zur Seite abdrängen, dass man selbst eine klare Blöße in der Deckung des Feindes schafft, in die hinein man ihm die eigene Klinge in den Leib stoßen kann? Der Trick besteht zum einen darin, dass man sich nur über diejenigen Dinge äußert, von denen man eine Ahnung hat. Das ist leichter gesagt als getan, vor allem dann, wenn man gerne einmal bei sogenannten Livestreams dabei ist und irgendwann ein Thema aufkommt, von dem man nur wenig weiß. Es besteht keine Schande darin, das sei hier einmal ausdrücklich gesagt, sich zurückzuziehen und die Schlacht an einem anderen Tage auszutragen. Weiterhin ist nichts wichtiger, als sich umsichtig auszudrücken, die Begriffe richtig zu gebrauchen und seine Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Man sieht dies eigentlich nach jedem sogenannten Terroranschlag: sofort schreien einige Leute, er habe unter falscher Flagge stattgefunden und stellen Theorien darüber auf, wer denn dahinterstecken könne. Das ist schädlich. Wenn man nicht zumindest nachweisen kann, dass die offizielle Version äußerst zweifelhaft ist, indem man harte Fakten auf den Tisch legt, dann ist man genau solch ein Verschörungsspinner, wie man sie gerne von der Gegenseite immer wieder darstellt. Dies gilt für alle Felder. Zu jammern, wie schrecklich Hartz IV sei, wenn man das Gesetz, die vorherige Situation, die daraus entstandenen Folgen und die Kosten nicht kennt oder benennen kann, ist ein Angriff ohne Verteidigung. Man läuft auf das Rapier des Feindes geradewegs auf, ohne sich dabei abzudecken.

Der Aufruf an dieser stelle ist also: Schützen Sie sich. Das heißt nicht, dass man sich in jedem Satz von dieser oder jener Ideologie distanzieren muss, dass man stets betont, man gehöre nicht zu irgendeiner Gruppe oder sonst irgendwas, sondern in allererster Linie dass man die leicht zu vermeidenden Fehler nicht macht, seine Deckung oben hält und bereit dafür ist, dass der Feind sich wehrt und zurückschlägt, sodass man ihm Contra geben kann. Hier sei auch erwähnt, dass es so etwas, wie einen perfekten Angriff, eine perfekte Technik, nur in der Theorie geben kann. Wir alle straucheln, machen Fehler, vernachlässigen wichtige Aspekte, vergessen Daten usw., weshalb es nicht möglich ist, so anzugreifen, dass man dem Feind keinerlei Möglichkeit gibt, sich zur Wehr zu setzen. So viel also zum Angriff, der nicht ohne eine Verteidigung auskommt, da man ansonsten schutzlos dasteht.

Wir sehen also an dieser Stelle, dass zum einen eine Verteidigung ohne Angriff auskommt, da gilt „Wer nur versetzet, mit allen Kunsten wird er geletzet,“ und ein Angriff nicht ohne Verteidigung stattfinden kann, wenn man in irgendeiner Weise an seinem Leben (oder dem Wohl der Sache, für die man eintritt) hängt. Angriff kann entsprechend nicht die beste Verteidigung sein, da weder der Angriff ohne Verteidigung noch die Verteidigung ohne Angriff rein begrifflich sinnvoll und vernünftig ist. Kommen wir nun zu den beiden grundsätzlichen Möglichkeiten sich zu verteidigen: In Dui Tempi und im Contratempo.

Sich in Dui Tempi zu verteidigen heißt wörtlich, zwei Zeiten zur Verteidigung aufzuwenden. Anders ausgedrückt: es findet zuerst eine Versetzung, eine Parade und danach ein Gegenangriff, eine Riposte statt. Dies ist die langsamere Art sich zu wehren und gibt dem Feind mehr Zeit, den Gegenangriff seinerseits abzuwehren, doch ist es auch die einfachere, allgemeinere und stets zugängliche Möglichkeit, dem Angriff des Gegners den Erfolg zu nehmen. Und im Endeffekt ist es das, was viel mehr stattfinden muss. Betrachten wir einige Beispiele: Wird man irgendeines vorgeblichen Verbrechens, wie etwa des Hasses, der falschen Gedanken oder sonst was bezichtigt, besteht die Verteidigung normalerweise aus einer Abwehr der Beschuldigung, indem man etwa nachweist, dass man kein böser, böser Mensch ist und dann fehlt in vielen Fällen der Gegenangriff. Dieser muss darin bestehen, dass man denjenigen Journalisten, Aktivisten oder sonstwas, der einen auf diese Weise attackiert hat, das Leben schwer macht. Etwa indem man selbst (oder die freundlichen Leute, die sich auf derselben Seite befinden) jeden seiner Artikel, jedes seiner Videos, seine gesamte Tätigkeit auf Herz und Nieren prüft, alle Fehler herausarbeitet, seine Reputation, wo es angebracht ist, zugrunde richtet oder, anders gesagt: indem man einen Kreuzzug gegen ihn einleitet. Zu nennen wären hier viele Politiker, deren Glaubwürdigkeit zu zerstören nicht einmal schwer sein dürfte, da eigentlich kaum einer von denen eine halbwegs reine Weste haben dürfte.

Nimmt man nun aber einen anderen Fall, etwa denjenigen, dass einem auf Youtube Aktiven ein sogenanntes Antwortvideo gegengesetzt wird, so gibt es ein Problem: denn oft, so zumindest meine Erfahrung, zeigen diese Antworten, dass man den Ersteller missverstanden oder keine Ahnung von der Materie hat. Nun macht sich derjenige, dem die Antwort galt, daran, seinen Standpunkt zu verteidigen, indem er alle Missverständnisse aufklärt und die Fehler des Gegenübers aufzeigt... und hat nicht wirklich was gewonnen, außer dass er seinen Abonnenten gezeigt hat, dass er in der Lage ist, seine Position zu halten. Doch: Widerstand ist zwecklos. Der Gegenangriff muss erfolgen. Man muss zumindest den Angreifer so unter Zugzwang setzen, dass er seinen Fehler eingestehen muss. Wie erreicht man das? Indem man ihn seinerseits angreift. Man zeigt deutlich auf, wie inkonsistent er ist, attackiert seine Positionen und macht ihn, ganz im Sinne des Carl von Clausewitz, dadurch wehrlos, dass man seine ihn zur Kapitulation zwingt. Ein einfaches „da hat er schon recht...“ reicht oft aus. Denn: Sein Video bleibt öffentlich und er muss nichts von dem, was er gesagt hat, zurücknehmen, sodass viele Leute dadurch einen falschen Eindruck von vielen Ideen, Vorstellungen und Einzelpersonen kriegen können, was auf lange Sicht immer schädlich sein kann. Schafft man es, auch mit der Hilfe seiner Gefährten, ihn unter Druck zu setzen oder mehrere, qualitativ hochwertige Antworten zu verfassen, die in der Vorschlagzeile seiner Beiträge immer wieder auftauchen, so kann man den Feind an dieser Stelle in die Knie zwingen. Man verteidigt zuerst seine eigenen Positionen und greift dann seinerseits den Feind an, entsprechend handelt man in Dui Tempi.

Um noch einmal zu betonen, dass die bloße Verteidigung nicht ausreichend ist, betrachten wir noch einmal das Thema des Widerstandes und warum dieser in unserer Situation zwecklos ist. Was ist Widerstand? Carl von Clausewitz, und wer will schon dem Verfasser eines der bekanntesten Bücher zur Kriegsführung widersprechen, definiert ihn wie folgt: „Wollen wir nun den Gegner in der Dauer des Kampfes überbieten, so müssen wir uns mit so kleinen Zwecken als möglich begnügen, denn es liegt in der Natur der Sache, dass ein großer Zweck mehr Kraftaufwand erfordert, als ein kleiner; der kleinste Zweck aber, den wir uns vorsetzen können, ist der reine Widerstand, d.h. Der Kampf ohne eine positive Absicht. Bei diesem werden also unsere Mittel verhältnismäßig am größten sein, und also das Resultat am meisten gesichert. Wie weit kann nun diese Negativität gehen? Offenbar nicht bis zur absoluten Passivität, denn ein bloßes Leiden wäre kein Kampf mehr; der Widerstand aber ist eine Tätigkeit, und durch diese sollen so viele von des Feindes Kräften zerstört werden, dass er seine Absicht aufgeben muss. Nur das wollen wir bei jedem einzelnen Akt, und darin besteht die negative Natur unserer Absicht.“ (Vom Kriege, Erstes Buch, Zweites Kapitel) Was bedeutet dies? Dass man den Feind am Fortschritt hindert. Das an sich ist kein Problem und definitiv etwas, das zu betreiben wichtig und wirksam ist. Allerdings ist die Grenze sehr deutlich: es wird kein positiver Zweck gesetzt, kein Ziel gesteckt, kein Plan zur Eroberung gemacht. Entsprechend demontiert man den Feind nicht und begnügt sich damit, die eigenen Ideen, Vorstellungen und auch die eigene Person dahingehend zu schützen, dass man die Anschuldigungen, Vorwürfe usw. zurückweist, allerdings nichts gegen denjenigen unternimmt, der sie hervorgebracht hat. Ist man selbst derjenige, der den Diskurs bestimmt, der die öffentliche Meinung hinter sich hat, vom System befördert wird und sich auf scheinbar endlosem Beistand jeglicher Art ausruhen kann, so ist dies durchaus die vernünftige Herangehensweise. Denn man hat es nicht nötig jeden zu zerschlagen, der sich an den Mauern der Festung die Zähne ausbeißt. Ist man jedoch derjenige, der in der deutlich unterlegenen Position steht, was Kampfeswille, Ressourcen und Mannstärke angeht, so muss man sich positive Ziele setzen und Boden gutmachen. Es reicht nicht, die winzige Truppe zu schützen, die man hat, man muss dem Feind, der einen in viel größerer Zahl belagert, herbe Schläge versetzen, da er einen ansonsten einfach aushungert, weil er genau weiß, dass von Außen keine Rettung kommen kann. Deswegen noch einmal: Sprechen Sie nicht mehr vom Widerstand. Widerstand ist zwecklos. Das Heil liegt im Angriff, nicht in der Verschanzung.

Kommen wir also zum letzten, demjenigen, auf das die Aussage, Angriff sei die beste Verteidigung, am ehesten zutrifft, so man sich denn bewusst ist, was damit gemeint sein könnte. Das Contratempo was wörtlich die Gegenzeit bedeutet. Im Endeffekt bedeutet dies, dass man sich in einer einzigen Bewegung gleichzeitig deckt und den Gegner angreift. Im Rapierfechten findet dies normalerweise dadurch statt, dass man die feindliche Spitze mit dem unteren Teil der eigenen Klinge Fängt, während man ihm seine Spitze in den Leib stößt. Man kann ihm jedoch auch ausweichen und gleichzeitig zuschlagen, was auch im Langschwertfechten eine typische Art des Contratempos ist. Wie kann man sowas erreichen? Eine sehr fruchtbare Methode ist hier die Satire. Man siehe sich dazu beispielsweise die Landtagsrede des Steffen Königer zum Genderkrams an, in der er sich gar nicht die Mühe gemacht hat, die Argumente des Gegners auseinanderzunehmen, sondern durch die Aufzeigung der Lächerlichmachung gleichzeitig seine eigenen Position, die Ablehnung, verteidigt hat und die des Gegners, die der sogenannten geschlechtergerechten Sprache, angegriffen hat. Zudem muss ich ihm meinen Respekt dafür aussprechen, dass er dabei ernst bleiben konnte.

Diese Art der Verteidigung im Contratempo ist nun eine, die äußerst effizient und wertvoll ist. Denn die verschließt dem Gegner die Möglichkeit zu einem Contratempo in den meisten Fällen, weshalb er zu einer Verteidigung in Dui Tempi gezwungen und damit wiederum das Nachsetzen einfacher ist. Man kann hier auch davon sprechen, dass man die Waffen des Feindes gegen ihn wendet. Nutzt man seine eigene Argumentation, seine eigenen Regeln, seine Normierungen und seine Ideen gegen ihn, wie es Herrn Königer in seiner Rede getan hat und wie es etwa dann viel genutzt wird, wenn man jemandem Inkonsistenzen nachweisen möchte, dann ist er in die Ecke gedrängt. Und hier macht die Aussage, Angriff sei die beste Verteidigung, gewissermaßen Sinn. Denn das Contratempo ist ein Angriff, der als Verteidigung und unter Deckung durchgeführt wird und den Feind, wenn auch nicht unbedingt besiegt, dann doch zumindest unter Druck setzt.

Fassen wir also nochmal zusammen: Der bloße Widerstand ist zwecklos und von einem Widerstand, für den man mehr Leute begeistern muss, zu sprechen, ist eine rhetorische Sackgasse, da es gilt, Boden gut zu machen und nicht darum, lediglich denjenigen zu halten, auf dem man derzeit noch steht. Weiterhin haben wir drei Möglichkeiten, den Angriff zu führen: Entweder aus eigener Initiative, was unter Verwendung des Stringere stattfinden sollte, also sich gegen die feindliche Waffe sorgfältig deckend oder eben im Rahmen einer Verteidigung entweder in Dui Tempi einer ersten Abwehr, der dann ein Gegenangriff folgt oder im Contratempo bei der beides gleichzeitig stattfindet. Gelingt es dabei noch halbwegs effizient zusammenzuarbeiten, wozu hier an dieser Stelle auch einmal deutlich aufgerufen sei, so ist es möglich, eine größere Offensive aufzubauen. Allerdings haben sich viele andere darüber bereits gebührlich geäußert, weshalb ich hier darauf nicht eingehen werde. So ist es möglich, eine größere Offensive aufzubauen. Ich hoffe, dieser Beitrag konnte einigen von Ihnen dahingehend helfen, dass nun ein deutlicheres Bild davon vorhanden ist, wie das Ganze aussehen kann.


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