Die Flüchtlingskrise kritisch betrachtet.
Teil II: Argumentationsansätze für sogenannte Flüchtlingshilfen

SapereAudeBlog

Hier werden wir nun einige Argumente und Handlungsaufforderungen verschiedener Seiten betrachten. Dabei geht es nicht um die Aussagen einzelner Politiker oder Aktivisten, sondern um die allgemeinen Grundlagen, auf denen argumentiert wird. Auch wird dem Leser selbst überlassen, sich eine abschließende Meinung zu den verschiedenen Argumenten zu bilden.
Dabei werden die einzelnen Konfliktstellen jeweils von wirtschaftlicher, politischer, moralischer und kultureller Seite betrachtet, wenn dies angebracht ist.

Teil II: Argumentationsansätze für sogenannte Flüchtlingshilfen kritisch betrachtet

Hier werden wir nun einige Argumente und Handlungsaufforderungen verschiedener Seiten betrachten. Dabei geht es nicht um die Aussagen einzelner Politiker oder Aktivisten, sondern um die allgemeinen Grundlagen, auf denen argumentiert wird. Auch wird dem Leser selbst überlassen, sich eine abschließende Meinung zu den verschiedenen Argumenten zu bilden.
Dabei werden die einzelnen Konfliktstellen jeweils von wirtschaftlicher, politischer, moralischer und kultureller Seite betrachtet, wenn dies angebracht ist.

Die Nazikeule

In Deutschland ist das Pseudoargument „Wer das sagt ist ein Nazi“ leider viel zu wirksam. An dieser Stelle soll sich damit nicht auseinandergesetzt werden, warum dieser und ähnliche Sätze nichts anderes als lächerliche Bekundungen der eigenen Unfähigkeit zu sachlicher Diskussion darstellen. Es wird lediglich der Vollständigkeit halber mit erwähnt und gleich zu Anfang abgehandelt. Jegliches „Argument“ das seine Aussage auf Begriffe wie Nazi, Rechtspopulismus oder Antisemitismus stützt, gehört nicht in eine ernsthafte Auseinandersetzung.

Ein humanitärer Imperativ

Es sei unsere Pflicht, Flüchtlingen zu helfen, dies gebiete die Moral. Oft wird hierbei auf den Kategorischen Imperativ von Immanuel Kant verwiesen. Dieser lautet:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Aus diesem Satz kann man nun verschiedene Pflichten und Verbote ableiten, wie etwa das Kantsche Lügenverbot. Doch kann man hieraus auch ableiten, dass man sogenannten „Flüchtlingen“ helfen sollte? Die Antwort ist ganz einfach: Jain. Man kann eine Pflicht zum Helfen anderer daraus ableiten, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Die wichtigsten davon sind, dass man andere Pflichten nicht vernachlässigt und überhaupt in der Lage ist zu helfen.
Sind wir als deutsches Volk letzteres überhaupt? Dazu sei auf den nächsten Abschnitte (Warum wir und nicht die anderen?) verwiesen. Wichtig ist hierbei aber noch, dass ein dadurch entstehender Schaden für dritte, also zum Beispiel die Deutschen Arbeitslosen oder die junge Gegeneration, die die eigens aufgenommene enorme Schuldenlast zusätzlich in Form höherer Abgaben wird tragen müssen, nicht entstehen sollte. Hierbei ist nicht die Frage, ob man überhaupt helfen soll, sondern eher wie viel und womit. Massenhafte Einwanderung ist nur eine Möglichkeit, die Finanzierung von Flüchtlingslagern oder das Entsenden von Schutztruppen wären andere.

Wie sieht es nun mit anderen Pflichten aus? Politisch ist hier klar folgendes festzustellen:
die in der BRD Verantwortung Tragenden sind gemäß ihres Amtseides und des Grundgesetzes zu aller erst dem Deutschen Volke und seinen Interessen verpflichtet. Demselben Volk, dem vorgeworfen wird, über seine Verhältnisse gelebt zu haben, für das kein Geld für irgendetwas da ist und dem nun wahrscheinlich weitere Abgaben und Kürzungen aufgebürdet werden, da man für fremdländische Menschen nun auf einmal Milliarden übrig hat, die zuvor nicht für Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Rentner, Straßen, Kindergärten und andere dem Volke nützende Posten da waren.
Wem sollte die Regierung nun also helfen? Den massenweise einströmenden Einwanderern, die lange schon über sicheren Boden schreiten, wenn sie bei uns eintreffen und jegliche Vorschrift ignorieren oder dem Deutschen Volke? Für wen sollten Milliardenkredite aufgenommen werden?

Warum wir und nicht die anderen?

Hier werden normalerweise zwei Antworten drauf gegeben: erstens seien wir als reiches Land dazu in der Lage und zweitens hätten wir eine historische Verantwortung zu tragen. Ersteres lässt sich leicht durch die Gegenfrage ins Wanken bringen, warum denn andere reiche Länder, die teilweise wesentlich näher an zum Beispiel Syrien sind, diese Verantwortung nicht im gleichen Maße oder proportional entsprechend des Bruttoinlandsproduktes tragen müssen. Beziehungsweise warum wir in größerem Maße mehr helfen müssen, nur weil diese sich weigern, ihrer angeblichen Pflicht ebenso nachzukommen. Weiterhin ist ein reiches Land, das sich immer weiter verschuldet, eine wachsende Zahl Arbeitsloser und anderer durch Steuern finanzierter Gruppen, kaum Bodenschätze und immer weniger Produktion im Inland hat und dann zusätzlich sich noch immer mehr Sozialfälle ins Land holt, bald die längste Zeit ein reiches Land gewesen.

Historische Verantwortung gibt es ganz klar. Jedoch welche, wem gegenüber und wie geht man damit um? Zunächst einmal hat das Deutsche Volk die historische Verantwortung zur Selbsterhaltung. Diese zu vernachlässigen oder zu untergraben ist jedoch gerade im Rahmen der letzten Krisen (also auch der sogenannten Bankenkrise) zur Gewohnheit geworden.
Welche weitere historische Verantwortung liegt vor? Nun, wir Deutschen sind zum Beispiel Opfer von Vertreibung in der Geschichte gewesen. Wie viele Menschen bei dieser starben und wie viele tatsächlich die Gebiete westlich der Oder erreichten, sei einmal dahingestellt, genauso wie die Frage, ob die Vertreibung in irgendeiner Weise gerechtfertigt war, da wir uns ansonsten in Diskussionen über Geschichtsrevisionismus verlieren könnten. Nichtsdestotrotz haben viele Deutsche Vorfahren die Opfer der Vertreibung aus den Ostgebieten waren. Einige dieser Vertriebenen weilen sogar heute noch unter uns. Daraus könnte man nun ableiten, dass wir anderen Völkern unsere qualvolle Erfahrung ersparen sollten. Dies ist jedoch nicht damit getan, eine große Menge Migranten ins Land zu holen, sondern eher damit, die möglichen Auslöser einer solchen Massenflucht frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken, denn das Leid kam nicht nur durch die vielen Toten, sondern auch durch den Verlust der Heimat zustande. Dabei versagt die Politik der BRD jedoch vollkommen.
Eine historische Verantwortung dem Volk von Syrien gegenüber lässt sich schlechterdings nicht begründen. Womit wäre diese zu rechtfertigen? Höchstens mit einer Verantwortung der Weltgemeinschaft gegenüber, die wie immer durch die tausend Jahre zwischen 1933 und 1945 begründet werden könnte. Doch hier haben wir wieder eine Nazikeule, denn eine solche Verantwortung wird weder den Briten, Franzosen, Belgiern, Amerikanern, Russen oder Chinesen für ihre in der Vergangenheit begangenen Verbrechen aufgebürdet.

Man könnte nun als Argument gegen das Einlassen der Massen aufbringen, dass es sich um Kulturfremde Menschen handelt. Diese wären in Ländern, die ihrer eigenen kulturellen Gruppe angehören (zum Beispiel Arabisch als Amtssprache aufweisen) wesentlich besser dran, als in einem Land, das weder religiös, sprachlich noch kulturell mit ihnen Gemeinsamkeiten aufweist.

Alternativlos?

Dass wir nun so handeln müssten, weil die Situation nun einmal so sei, wie sie ist, kann man wunderbar mit dem Merkelschen „Alternativlos“ zusammenfassen. Jedoch ist dies schlicht nicht wahr. Es gibt Alternativen zur massenhaften Aufnahme von illegalen Einwanderern. Hier seien einige aufgezählt:
1. Man könnte die Menschen aus Syrien und den Flüchtlingslagern abholen, um sie nach Deutschland zu bringen. Dann wäre vor Ort in Syrien die Prüfung der Berechtigung des Flüchtlingsstatus wesentlich einfacher und schneller durchzuführen und alle anderen, die nicht diesen Weg nehmen, könnten effizienter und konsequenter abgeschoben werden, beziehungsweise würden gar nicht erst Einlass gewährt bekommen. So käme man auch seiner Pflicht zu helfen nach und könnte die tatsächlich Schutzbedürftigen entsprechend der EU-Bestimmungen verteilen.
2. Man könnte sich abschotten. Dies ist tatsächlich eine legitime Möglichkeit zur Selbstverteidigung, denn eine massenhafte illegale Einwanderung kann ebenso als Invasion betrachtet werden. Man könnte Grenzbefestigungen errichten und größere Gruppen von Wachmannschaften aufstellen, die die Grenzen bewachen und illegale Überschreiter dieser festsetzen.
3. Man könnte zuletzt auch schlicht jegliche Finanzierung im Inland reduzieren. Statt Geld zu geben gibt man Essen aus und man verbietet den Asylbewerbern das Arbeiten, bis diese nachgewiesen haben, dass sie einen Asylgrund haben. Den tatsächlichen Kriegsflüchtlingen wird ebenso das Arbeiten verboten, da man Flüchtlinge nicht integrieren, sondern beherbergen sollte. Natürlich muss das dann auch streng durchgesetzt werden. Durch diese Maßnahmen wird eine Migration unter Vorgabe falscher Tatsachen nach Deutschland aus rein wirtschaftlichen Gründen unattraktiv.
4. Man kann, um in Zukunft solche Probleme zu vermeiden, sich einmal über die Gründe einer solchen Masseneinwanderung und auch der Flucht im speziellen einige Gedanken machen. So könnte man auf politischer Ebene zum Beispiel Waffenexporte in Länder unterbinden, die diese nicht nur zur Selbstverteidigung verwenden. Ja, das hat wirtschaftlich negative Konsequenzen in der Waffenindustrie, jedoch wird dadurch auch die Möglichkeit gegeben, langfristig nicht mehr so viele Hilfszahlungen zum Wiederaufbau bereitstellen zu müssen. Über dieses Thema soll es in Zukunft jedoch einen anderen Beitrag geben, weshalb es hier nicht weiter besprochen wird.

Auch wenn der Leser vielleicht keine der vorgeschlagenen Möglichkeiten gut findet und auch hier keine davon als die beste bezeichnet werden soll, so wird doch wenigstens klar, dass keine Alternativlosigkeit vorliegt. Ebenso sollte auch klar sein, dass dafür bei weitem nicht die Milliarden notwendig sind, die derzeit für diese Umstände ausgegeben werden. Gerade die Möglichkeiten 1 und 3 sind dabei auch auf moralischer Ebene gegenüber der Masseneinwanderung von Vorteil, da diese gezielter und effizienter jenen zu helfen versuchen, die tatsächliche Hilfe brauchen.

Fazit

Die einschlägigen Argumente für eine bedingungslose Hilfe der Hierhergekommenen, also gerade solche Ausrufe wie „Refugees Welcome,“ sind weder inhaltlich richtig, da wir größtenteils über völlig andere Gruppen von Menschen sprechen, als oft behauptet wird (siehe dazu Teil I). Noch sind die Argumente für diese Hilfen sehr gut gestützt, selbst wenn man die Überlegungen aus Teil I nicht anstellte.

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Falls der Leser weitere Argumentationsansätze aufzeigen kann, die hier nicht aufgelistet wurden, so kann er gerne eine Nachricht an den Verfasser schicken. Der Artikel wird dann entsprechend um die gegebenen Argumente und einer Auseinandersetzung mit diesen erweitert.


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