Muslime oder Mohammedaner?

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Neulich fragte mich jemand, warum ich immer "Mohammedaner" und nicht "Muslime" oder "Moslems" sage. Ein anderer Bekannter sagte schon vor längerer Zeit zu mir, es gebe keine Mohammedaner sondern nur Muslime. Und trotzdem weigere ich mich weiterhin die Begriffe Muslime oder Islam im Normalfall zu verwenden und spreche stattdessen stets von Mohammedanern und dem Mohammedanismus. Warum? Das wird Gegenstand des folgenden Beitrags sein. Des weiteren hoffe ich Ihnen, werte Leser, vermitteln zu können, warum auch Sie in Zukunft diesen Begriff für alle Mohammedaner, auch für jene, die man Islamisten nennt, verwenden sollten.

Muslime oder Mohammedaner?

Neulich fragte mich jemand, warum ich immer "Mohammedaner" und nicht "Muslime" oder "Moslems" sage. Ein anderer Bekannter sagte schon vor längerer Zeit zu mir, es gebe keine Mohammedaner sondern nur Muslime. Und trotzdem weigere ich mich weiterhin die Begriffe Muslime oder Islam im Normalfall zu verwenden und spreche stattdessen stets von Mohammedanern und dem Mohammedanismus. Warum? Das wird Gegenstand des folgenden Beitrags sein. Des weiteren hoffe ich Ihnen, werte Leser, vermitteln zu können, warum auch Sie in Zukunft diesen Begriff für alle Mohammedaner, auch für jene, die man Islamisten nennt, verwenden sollten.

Der erste und eigentlich schon ausreichende Grund ist, dass dieser Begriff nicht politisch korrekt zu sein scheint. Jedenfalls hebt sich doch mal die eine oder andere Augenbraue. Das und die Tatsache, dass man damit niemanden unnötig beleidigt oder sonst wie herabwürdigt, sollte eigentlich reichen, damit man zumindest einmal kritisch hinterfragt, ob der Begriff nicht doch seinen Wert hat. Dies ist jedoch, zugegeben, ein eher schwaches Argument. Kommen wir daher zu stärkeren.

Der zweite Grund ist sprachlicher Natur. Unsere Sprache ist etwas, das unser Denken formt, da sie uns einen Rahmen vorgibt, in dem wir uns überhaupt Konzepte und Ideen begreifbar machen und für andere verständlich ausdrücken können. Ein Ziel einer politisch korrekten Sprache war es stets, diskriminierende Gedanken aus der breiten Masse zu entfernen und dieser mehr Sensibilität einzuflößen. Schränkt man Sprache ein, indem man Wörter beispielsweise durch Tabus aus dem Wortschatz entfernt, so schränkt man langfristig auch das Denken ein, da so ein bestimmter Begriff einfach gar nicht mehr denkbar ist. Wer einmal das Buch "1984" von George Orwell gelesen hat, wird das Neusprech kennen: eine Sprachvariante, die durch ständige Umdeutungen von Wörtern, Beschneidungen des Wortschatzes und Neueinführung von Begriffen das Denken der Bürger in gewisse Bahnen lenken soll. Im Endeffekt geht es mit dem Begriff des Mohammedanismus in eine ähnliche Richtung.

Nehmen wir zunächst das Wort Islam. Was bedeutet es? Für uns Deutsche ist das Wort ein Fremdwort, das eigentlich nichts anderes als eine Religion bezeichnet, die aus dem Morgenland kommt. Da ist ja erst mal nichts bei. Was aber bedeutet das Wort in seiner Ursprungssprache und damit für seine Anhänger? Soviel wie "Hingabe" oder "Unterwerfung" im Bezug auf Gott. Hm. Sagt nun also der Christ zum Mohammedaner, er hänge nicht dem Islam an, so sagt er, er hänge keiner Hingabe zu Gott an. Interessant. Fragt man sich noch, warum die Christen dann als Ungläubige bezeichnet werden? Nein.

Beim Wort Muslim oder Moslem ist es ähnlich. Es heißt so viel wie "Hingebender" oder "Unterwerfender" zu Gott. Also sagt der Christ hier wieder mit der Aussage, er sei kein Moslem, er gebe sich Gott nicht hin. Damit bezeichnet er sich selbst wieder als Ungläubigen. Übrigens hat dies auch für Anhänger anderer Religionen oder eines Atheisten eine Schwächung der eigenen Position zur Folge, da man damit implizit zugibt, dass der andere sich Gott hingibt, man selbst aber nicht. Also sagt auch der Atheist, zumindest kann man es so auslegen, der Mohammedaner sei rechtgläubig, sich dem einen Gott unterwerfend, und er eben nicht. Natürlich, in den Ohren eines Deutschen kommt diese Botschaft nicht an, aber wer arabisch spricht, für den ist das schon Bestandteil der Aussage. Zumal die Begriffe auch deutlich zeigen, was für ein Selbstbild die Mohammedaner von sich haben: Sie sind diejenigen, die sich Gott hingeben. Die anderen sind die Ungläubigen.

Wie sieht es nun mit den Begriffen Mohammedaner beziehungsweise Mohammedanismus aus? Viel besser. Sie nehmen jegliches Ungleichgewicht aus der Bezeichnung heraus und beschreiben einfach und präzise, über wen geredet wird: Über Menschen, die den Lehren Mohammeds folgen oder eben über die Religion die auf diesen Mann zurück geht.

Der Grund, warum diese Bezeichnung nicht nur neutraler sondern auch treffender ist, wäre dann der dritte und vielleicht wichtigste auf unserer Liste. Der sogenannte Islam, den ich Sie bitten möchte, werte Leser, zukünftig als Mohammedanismus zu bezeichnen, ist eine Religion, eine Ideologie, die mit Mohammed steht und fällt und sich um diesen einen Mann dreht. Nein, es geht um Gott beziehungsweise Allah, wird nun der eine oder andere sagen. Falsch. Liest man den Koran und dazu die Hadith, die für die Religion von ebenso zentraler Bedeutung sind, so wird man feststellen, dass der Großteil der Texte eben nicht von Allah handelt, sondern von Mohammed. Er ist das große Vorbild dieses Glaubens, der Grund warum Mohammedaner die ikonischen Bärte tragen, fünfmal täglich beten und so weiter und so fort. Lesen Sie ruhig mal einige der Texte und sehen Sie, wie zentral die Rolle dieses einen Mannes bis heute ist, wie viel von der mohammedanischen Kultur nach seinem Vorbild geformt ist. Das größte für die Menschen dieses Glaubens scheint es zu sein, ihn möglichst genau nachzuahmen. Nun gut, dann ist der Begriff des Mohammedaners scheinbar der treffendste.

Dazu kommt, dass wir durch die Verwendung dieses Begriffes die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken als das, was uns als "der echte Islam" in Abgrenzung zu irgendwelchen Extremisten verkauft werden soll. Nämlich auf den Begründer dieser Religion, auf Mohammed. Sein Leben und Wirken gerät damit in den Vordergrund und eben nicht mehr, was Leute gerne in den Glauben reininterpretieren wollen. Und glauben Sie mir, wenn ich Ihnen eines sage: das, was man über Mohammed liest, wenn man die Quellen tatsächlich studiert und nicht nur die selektiven und überaus positiven Dinge hört, die einem Mohammedaner erzählen, ist Grund genug, den Mohammedanismus in einem völlig anderen Lichte zu sehen, als es öffentlich gerne versucht wird darzustellen.

Diese kurze Darlegung sollte Ihnen, werter Leser, hoffentlich gute Gründe dafür geben, in Zukunft den Begriff des Mohammedaners zu verwenden oder, falls Sie dies schon tun, dafür eine Rechtfertigung liefern. Vielleicht, wenn es mit der Zeit immer mehr Leute tun, wird irgendwann auffallen, wie Absurd die Aussage, "Der Islam gehört zu Deutschland," klingt. Denn sie würde dann lauten "der Mohammedanismus gehört zu Deutschland." Und das, werter Leser, zeigt wieder einmal, was für Merkwürdigkeiten uns vermittels der Sprache da übergestülpt werden sollen, ohne dass wir es merken. Denn eines ist gewiss: ein seit mehr als tausend Jahren toter Araber namens Mohammed gehört ganz bestimmt nicht zu Deutschland.


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