Großes Geld für kleine Brüste

SapereAudeBlog

Wir leben in Zeiten, in denen manch eine Frauenrechtlerin meint, es sei wichtiger, dass man gewisse grammatikalische Konstruktionen oder orthographische Merkwürdigkeiten wie einen Unterstrich vor einem weiblichen Anhängsel, wie beispielsweise beim Wort "Schüler_innen" verwendet oder dass man neben die Ampelmännchen auch Ampelweibchen stellt, als dass man sich um die tatsächliche Unterdrückung von Frauen in unserem Land kümmert. Ich denke hier vor allem an die Frauen in mohammedanischen Familien oder den Menschenhandel aus Osteuropa. Wobei viele von diesen Menschen ja auch so wunderbare "No Borders - No Nations" Ideologien verfolgen, komischerweise aber in den Ländern der Welt ihrem Aktivismus frönen, in denen die Rechtslage der Frauen noch am besten ist. Egal. Hier soll es mal um einen völlig absurden Fall moderner feministischer Ergüsse gehen. In diesem Zusammenhang will ich auch gleich noch etwas anderes zeigen: nämlich was man in der akademischen Welt für voll nimmt, wofür man Geld und eine Bühne bekommt und weshalb man dementsprechend erst einmal niemanden zu ernst nehmen sollte, der sich als Wissenschaftler verdingt. So mühselig wie das ist: man kommt leider nicht umhin, jede Studie und jeden Aufsatz erst einmal auseinanderzunehmen, bevor man weiß, ob man es nicht doch wieder mit einem Gehirnakrobaten wie dem Armborst zu tun hat.

Großes Geld für kleine Brüste

Wir leben in Zeiten, in denen manch eine Frauenrechtlerin meint, es sei wichtiger, dass man gewisse grammatikalische Konstruktionen oder orthographische Merkwürdigkeiten wie einen Unterstrich vor einem weiblichen Anhängsel, wie beispielsweise beim Wort "Schüler_innen" verwendet oder dass man neben die Ampelmännchen auch Ampelweibchen stellt, als dass man sich um die tatsächliche Unterdrückung von Frauen in unserem Land kümmert. Ich denke hier vor allem an die Frauen in mohammedanischen Familien oder den Menschenhandel aus Osteuropa. Wobei viele von diesen Menschen ja auch so wunderbare "No Borders - No Nations" Ideologien verfolgen, komischerweise aber in den Ländern der Welt ihrem Aktivismus frönen, in denen die Rechtslage der Frauen noch am besten ist. Egal. Hier soll es mal um einen völlig absurden Fall moderner feministischer Ergüsse gehen. In diesem Zusammenhang will ich auch gleich noch etwas anderes zeigen: nämlich was man in der akademischen Welt für voll nimmt, wofür man Geld und eine Bühne bekommt und weshalb man dementsprechend erst einmal niemanden zu ernst nehmen sollte, der sich als Wissenschaftler verdingt. So mühselig wie das ist: man kommt leider nicht umhin, jede Studie und jeden Aufsatz erst einmal auseinanderzunehmen, bevor man weiß, ob man es nicht doch wieder mit einem Gehirnakrobaten wie dem Armborst zu tun hat.

Vor etwa einem Jahr habe ich einen Vortrag auf einer Konferenz zum groben Themenbereich der praktischen Ethik gehört. Dieser lässt mir bis heute keine Ruhe. Nicht weil das Thema sonderlich spannend oder die Referentin sonderlich toll war, nein. Der Grund dafür ist, dass ich eine solche Absurdität noch nicht leibhaftig vor mir gesehen hatte und ich bis heute nicht fassen kann, dass aus dem Publikum, in dem fast nur Professoren, Doktoren und Promotionsstudenten der Philosophie saßen, keinerlei kritische Kommentare kamen.

Der Vortrag wurde von einer gewissen Jessica Laimann gehalten. Natürlich war er auf Englisch, sonst hätte man ja hören können, was für einen Blödsinn sie von sich gibt. Man kann einige grobe Informationen zu dieser Frau hier finden. Wichtig ist, dass es mir nicht vorrangig darum geht, sie bloßzustellen, auch wenn ich das natürlich in diesem Beitrag in Angriff nehme, sondern darum die Absurdität der Akademie von heute zu zeigen. Diese Frau wird dafür bezahlt, was sie schreibt und sagt. Sie bekommt auf Philosophiekonferenzen Sprechzeiten und eine Bühne. Sie wird sogar für wissenschaftliche Preise in Betracht gezogen. Und wenn jemand sich kritisch mit ihr auseinandersetzt, dann höchstens auf der "ja, aber"-Ebene, also auf keinen Fall tiefgründig.

Damit ich Sie, werter Leser, nicht auf dem Weg, auf dem ich Frau Laimanns Theorie darlege, verliere, fasse ich das, was ich bis heute über alle Maßen lächerlich finde, jetzt einmal kurz mit einem Satz zusammen und kommentiere es erst später: Frauen mit kleinen Brüsten, die sich keiner Brustvergrößerungsoperation unterziehen, sollen vom Staat Geld bekommen um ihrer Diskriminierung entgegen zu wirken.

Leider ist der geistige Dünnschiss dieser Frau auf Englisch verfasst, doch für den interessierten Leser ist dieser unter anderem als voller Aufsatz oder in gekürzter Form zu finden. Wer zur Selbstkasteiung neigt, kann sich diesen ja gerne einmal zu Gemüte führen. Darin spricht sie sich zunächst gegen ein Brustimplantatsverbot, wie es von einer gewissen Clare Chambers vorgeschlagen wird, aus und sagt praktisch, ein solches Verbot sei aus mehreren Gründen nicht zielführend. Ist aber eigentlich auch egal, denn auch sie möchte diese Form der Operation am liebsten loswerden, nur eben nicht über ein Verbot.

Würde ich mich nun hier mit so einem Wunderkind wie Anne Wizorek (deren Blog wirklich der Selbstkasteiung Verfallene hier finden) auseinandersetzen, müsste ich eigentlich nur zeigen, dass alle ihre Aussagen auf irgendwelchen nichtbewiesenen und oft falschen Annahmen beruhen und sie eigentlich gar keine Argumente hat. Ob das bei Frau Laimann ebenfalls funktioniert? Probieren wir es aus.

Sehen wir uns einmal die Behauptungen dieser netten Dame an. Zunächst einmal betont sie immer wieder, dass Frauen mit großen Brüsten es in unserer Gesellschaft leichter haben. Stimmt das? Man kann bestimmt sagen, dass es Berufsgruppen gibt, in denen ein gutes Aussehen zu mehr Trinkgeld führt. Große Brüste sind aber nicht zwangsläufig mit gutem Aussehen verbunden. Hm. Was könnte sie denn meinen? Vielleicht, dass gutaussehende Frauen, die kleine Brüste haben, mit größeren Brüsten mehr Trinkgeld als Kellnerin erhalten könnten? Oder nach dem Bewerbungsgespräch eher zurückgerufen würden? Kann ja sein, aber das muss man erst einmal beweisen. Zudem viele Männer, zumindest so ziemlich alle, mit denen ich darüber je geredet habe, Implantate als unattraktiv empfinden, weshalb die operative Vergrößerung keine Garantie für einen besseren sozialen Stand herstellt. Nun ja. Sie meint halt, dass eine Äußerlichkeit, die zum guten Teil genetisch bedingt ist, soziale Nachteile mit sich führen kann. Fallen uns da weitere solche Benachteiligungen ein? Etwa dass Frauen kleine und schmächtige Männer als unattraktiv empfinden und diese oft bei der Partnersuche benachteiligt sind, sowie von anderen Männern, gerade in Berufsgruppen, die keinen hohen Bildungsstand erfordern, oft als Hänflinge betrachtet werden? Sollen wir die auch entschädigen? Ich meine, die können ja auch nichts dafür und sind dadurch irgendwo benachteiligt.

Es geht der Frau aber nicht wirklich um Benachteiligung, denke ich. Es geht ihr um Diskriminierung. Sie sagte, an den Satz erinnere ich mich ganz genau, in ihrem Vortrag: "Women are surpressed in our society" (dt.: "Frauen werden in unserer Gesellschaft unterdrückt"). Deswegen sei dieses zusätzliche Problem, dann auch noch kleinbusig zu sein, ein weiteres Hindernis uns müsse neben anderweitiger Frauenförderung ausgeräumt werden. Aha. Hier mal die Antithese: Frauen werden in unserer Gesellschaft nicht unterdrückt, sie werden bevorzugt. Was nun? Nichts. Das ist die Antwort. Wer solche Aussagen macht, bleibt einen Beweis schuldig. Und dass Frauen ohne Riesenbrüste vorgeblich gesellschaftlich benachteiligt sind, ist kein Beweis. Denn, das kann Ihnen auch jeder Mann sagen, die meisten Männer empfinden eine Frau dann als Attraktiv, wenn die Proportionen stimmen. Zu große Brüste am zu kleinen und schmächtigen Körper sind genauso unattraktiv wie zu lange Arme und zu kurze Beine. Und dass Attraktivität in vielen Berufen ein Vorteil ist, sowie beim ersten Eindruck (gerade auch in Bewerbungsgesprächen) äußerst hilfreich ist, stellt niemand infrage. Deswegen zieht man sich da ja auch entsprechend angebracht an und sorgt dafür, dass man ein gepflegtes Äußeres zeigt. Das gilt aber für beide Geschlechter.

Aber zurück zur Diskriminierung der Frauen in unserer Gesellschaft. Diskriminierung heißt Unterscheidung, aber so kleinlich wollen wir ja nicht sein. Man spricht doch allerorten von irgendwelchen Quoten und was weiß ich was oder will gewisse Sprachnormen einführen. Das interessante dabei ist, dass man zwar immer so etwas wie "Bürgerinnen und Bürger" in einem Zeitungsartikel lesen kann, aber so gut wie nie Aussagen wie "Gesucht wird eine Mörderin oder ein Mörder" beziehungsweise "Die flüchtige Diebin oder der flüchtige Dieb." Wo bleibt der Aufschrei? Sind Frauen etwa nicht zu Mord und Diebstahl fähig? Das ist Diskriminierung! Ebenso die geringe Zahl der Frauen bei den Kanalarbeitern, im Tagebau und bei der Müllabfuhr. Wir brauchen Quoten. Und bitte, sorgt doch endlich dafür, dass die Frauen nicht alleine Psychologie und Germanistik studieren, es ist ungerecht, dass da die Männer nicht mit anpacken müssen. Diese Arten der "Diskriminierung," die man gerne überall sieht, sind schlechterdings lächerlich. Die Sache mit der unterschiedlichen Bezahlung für gleiche Arbeit sollte wohl inzwischen auch niemand mehr glauben. Und gerade im akademischen Bereich werden Frauen oft bevorzugt. So steht unter Stellenausschreibungen ziemlich häufig der Satz: "Bei gleicher Qualifikation werden weibliche oder behinderte Bewerber bevorzugt berücksichtigt." Oder meint Frau Laimann etwa positive Diskriminierung und mittels größeren Brüsten erhielten die Frauen dann noch mehr Privilegien? Ich glaube nicht.

Wir sehen also erst einmal, dass ihre Fixierung auf Äußerlichkeiten und vorgebliche Diskriminierung nirgendwohin führen. Weder verweist sie auf jemanden, der bewiesen hätte, dass die von ihr angenommenen Phänomene Tatsachen sind, noch versucht sie selber in irgendeiner Weise, einen soliden Beweis zu formulieren. Die Frau scheint sogar anzunehmen, auf Frauen liege ein Druck, sich einer Operation zu unterziehen. Diesen kann sie jedoch auch nicht aufzeigen.

Soweit so gut. Nun ist es so, dass Frau Laimann die Operation zur Brustvergrößerung als eine diskriminierende und objektifizierende Praxis bezeichnet. Aha. Die eigene Entscheidung, seinen Körper zu bearbeiten, ist also diskriminierend? Nur, wenn es von mir erwartet wird. Tut aber niemand. Genauso wenig, wie jemand von mir erwartet oder mich zwingt, mir Löcher oder Tinte in die Haut stechen zu lassen. Wenn ich das nicht will, lasse ich es bleiben, mich außer Gefecht zu setzen und mich dennoch dauerhaft zu bemalen, ist eine Straftat, ebenso wie eine nicht gewollte Brustvergrößerung an einer Frau. Was also meint sie? Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Wirklich nicht. Ich für meinen Teil habe noch nie eine Frau gesehen und gedacht "Hm, die könnte schon etwas größere Brüste vertragen." Eher denkt man sich, jemand solle abnehmen, mehr Muskeln aufbauen oder sich häufiger die Haare waschen.

In diesem Zusammenhang ist auch ihre Aussage, Frauen, die sich die Brüste machen lassen, schadeten anderen Frauen, recht interessant. Der Gedankengang läuft etwa wie folgt: Lässt sich eine Frau obenrum um ein paar Größen erweitern, so vergrößert dies insgesamt die Akzeptanz dieser Praxis in der Gesellschaft und übt mehr Druck auf andere Frauen aus. Aha. Zunächst einmal macht das für die Männer, die auf Natürlichkeit stehen, die gemachten Brüste kein wenig attraktiver. Weiterhin ist es völliger Blödsinn anzunehmen, dass die Frau dadurch, dass sie sich einer Operation unterzieht, Druck auf andere Frauen ausübt, dies ebenso zu tun. Es ist fast so, als nehme Frau Laimann an, das einzige, was einem Mann oder der Gesellschaft insgesamt an einer Frau wichtig ist, sind die beiden Fettpolster an ihrer Vorderseite. Wer reduziert und objektiviert jetzt hier eigentlich die Frauen?

Egal. Ihrer Meinung nach gibt es nun also in der Gesellschaft diese ungerechte soziale Norm, nach der Frauen große Brüste brauchen, notfalls eben durch eine Vergrößerung. Sich dieser Norm nun zu beugen schadet der Frau jedoch, da eine Operation Gefahren und Kosten mit sich bringt, sich ihr nicht zu beugen ebenso, weil Frau ja mit kleinen Brüsten weniger Wert ist und von uns als Gesellschaft ins Abseits gestellt wird. Kann mir bitte irgendwer einen Beleg dafür bringen? Bitte? Egal. Nein wirklich, das ist egal. Denn auch der erste Teil, dass die sich unterwerfenden Frauen von der Gesellschaft geschädigt werden, ist Blödsinn, den man nur dann glauben kann, wenn man nicht annimmt, dass im Einzelnen die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen liegt. Jeder kann sich vor einer Operation über Kosten und Langzeitfolgen informieren, jeder kann sich damit beschäftigen, was für Komplikationen auftreten können. Aber scheinbar ist das Befolgen dieser angeblichen Norm nichts, was die Frau frei entscheidet, da es für sie nur um Unterwerfung oder Unterdrückung geht.

Was also tun? Ich weiß! Geben wir den armen Frauen doch einfach Geld! Gesundheit und Glück, Chancengleichheit und was weiß ich, was der Frau Laimann alles vorschwebt, was die Gesellschaft den Frauen durch ihre Norm entzieht, all das kann man doch kaufen, oder? Zumindest scheint unsere Akademikerin das zu glauben. Nein, wirklich. Sie meint, man solle den "Opfern" Geld geben. Ich meine das todernst, lesen Sie nach. Denn die Frauen mit den kleinen Brüsten sind ja psychologisch, ökonomisch und beruflich geschädigt, also sollte man (wie auch immer, das sagt sie natürlich nicht) das ganze finanziell kompensieren. Auf Kosten der Allgemeinheit natürlich.

Um das zu schlucken muss man jedoch erst einmal darin übereinstimmen, dass die Gesellschaft, vertreten durch irgendwelche wie auch immer geartete staatliche Institution, das Geld einnehmen und umverteilen soll. Damit landen wir dann aber endgültig in einem Land, in dem wirklich alles umverteilt wird. Es gibt soziale Normen, wegen derer man psychologischen Schaden erleidet? Aha. Also dass man als Junge nicht weint, weil man sonst als Mädchen bezeichnet wird, wäre nun also ein Grund, allen Männern wegen Kindheitstraumata Geld zu geben. Warum geben wir nicht allen, deren Eltern geschieden sind, denn Scheidung ist ja ein von der Gesellschaft akzeptierter Prozess, Geld? Das fördert doch auch psychologische Probleme, oder nicht? Warum nicht allen, die schlicht unattraktiv aussehen? Oder was auch immer. Wenn etwas aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen bei einer Gruppe psychische Probleme auslöst, dann kriegt jeder aus dieser Gruppe Geld von der Gesamtgesellschaft dafür. Aber Moment! Ökonomische und berufliche Schäden sollen auch Geld vom Staate bringen. Hm... Was ist mit den Männern, die aufgrund einer Quote oder Bevorzugung zugunsten der Frauen eine Stelle nicht bekommen? Das ist berufliche Schädigung aufgrund des Gesellschaftlichen Zwangs, Frauen zu fördern. Oder was ist mit dem ökonomischen Schaden, den man als normaler, durchschnittlicher, nicht behinderter und glücklich aufgewachsener Mensch dadurch erleidet, jeden angeblich sozial geschädigten subventionieren zu müssen? Ich glaube, hier hat jemand nicht zu Ende gedacht. Ganz zu schweigen davon, dass man auch Umverteilungen wie wir sie derzeit im BR-Land haben, auch gänzlich ablehnen oder im derzeitigen Maßstab massiv kritisieren kann. Aber das ist eine andere Geschichte. Wobei hier auch wieder interessant ist, dass Frau Laimann einfach voraussetzt, dass diese Art der Zahlung in Ordnung geht.

Zusammengefasst sagt die tolle Philosophin also: Hat Frau kleine Brüste und entscheidet sie sich dagegen, diese aufgrund eines sozialen Drucks vergrößern zu lassen, dann bekommt sie Geld dafür. Wie viel? Keine Ahnung. Mir stellen sich da jedoch ein paar Fragen: Bis wann sind Brüste klein? Welche Körbchengröße wird denn als Mittelmaß angesehen? Und: gibt es gestaffelte Zahlungshöhen? Also Frauen fast ohne Busen bekommen das meiste, die mit nur gerade so kleinen Brüsten immerhin noch ein bisschen? Dann sollte Frau wohl lieber etwas abbinden, bevor sie zur Behörde rennt, da gibt es dann mehr. Aber was ist eigentlich mit jenen Frauen, die zwar große aber doch nicht sehr ansprechende Brüste haben? Etwa weil sie außerdem fettleibig oder anderweitig unattraktiv sind, sodass auch der größte Vorbau nicht hilft? Will Frau Laimann diese armen Frauen etwa in der Ecke liegen lassen? Oh, und nicht zu vergessen jene Frauen, die große Brüste und dadurch Rückenprobleme haben. Was machen wir denn mit denen? Die könnte man dann von der Kleinbusenreparationssteuer befreien, oder? Fragen über Fragen...

Achja, die Kleinbusigen kriegen Geld, weil sie sich nicht der sogenannten gesellschaftlichen Norm unterwerfen. So sieht es aus, werte Damen und Herren, so und nicht anders geht es in der akademischen Welt zu. Man kann heute mit solchen Arbeiten auf größeren Konferenzen sprechen, ohne dass ein Professor, Doktor oder Doktorand im Publikum dagegen aufbegehrt. Man kann mit solchen Themen an der Universität Oxford forschen. Nur eine Gruppe vergisst man dabei vollkommen, nämlich diejenige, der man am meisten dadurch schadet: man vergisst die Frauen. Sie wissen schon, die Gruppe Menschen, die nicht behandelt werden will, wie ein rohes Ei. Mag ja solche und solche geben, aber sich in Benachteiligungsgejammer zu verlieren hilft nicht. Die deutschen Universitäten sind voll von Frauen, soweit ich weiß, gibt es davon dort mehr als Männer. Mehr von ihnen machen Abitur und sie werden des Öfteren bevorzugt angestellt. Das alles schadet. Denn egal wie sehr sich eine Frau einen Posten wirklich verdient hat, der Begriff Quotenweibchen wird dennoch im Kopfe der Mitmenschen auftauchen. Und alle Kleinbusigen werden, hätte Frau Laimann Erfolg, bald als Blutsauger empfunden, da sie anderer Leute hart verdientes Geld in zwei kleinen Taschen vorne am Körper tragen. Das einzige, was die Akzeptanz von Frauen, egal welcher Körbchengröße, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft auf Augenhöhe mit Männern fördern kann und tatsächlich gefördert hat ist schlicht und ergreifend ihnen das gleiche Recht zuzugestehen und Zeit vergehen zu lassen. Die Positivbeispiele kommen von alleine, es braucht nur eben, wie gesagt, alles seine Zeit. Und gerade in der jungen deutschen Generation wird man kaum mehr jemanden finden, der sich davor scheut, eine Frau als Vorgesetzte oder gleichberechtigte Partnerin im Beruf zu haben. Ob der Mann nun auf Riesenbrüste, einen athletischen Körper oder sonst was anderes steht, ist eh Geschmackssache und sollte nicht eine gesellschaftlich subventionierte Entschädigung zufolge haben.

Man kann zuletzt sagen, dass Frau Laimann, wie viele andere Frauen, die ständig nach Extrawürsten schreien und natürlich auch jenen Männern, die sich vehement dafür einsetzen und ihr eigenes Geschlecht zum ewigen Unterdrücker erklären, der Frau und ihrer Akzeptanz in der Gesellschaft herbe Schläge versetzen. Wen wundert, dass man sich über jegliche Aussage von Frauenrechtlerinnen lustig macht, wenn solche Vorschläge, wie der hier beschriebe, ernst gemeint vorgebracht werden. Es ist ein trauriges Zeugnis des Zustandes der heutigen Akademie und auch unserer Gesellschaft. Ich weiß zwar nicht, wo Frau Laimann gerade in ihrer Karriere steht, aber ich kann nur hoffen, dass ihr niemals eine Doktorwürde zuerkannt wird. Aber dass dieser Titel nicht viel bedeutet, sollte ja inzwischen auch klar sein.

So, nun haben wir uns mal mit einem wesentlich randständigeren und in der originalen Formulierung wesentlich wissenschaftlicheren Gejammer von ach so unterdrückten Menschen auseinandergesetzt. Man sollte nun mehr als deutlich sehen, dass der Kampf der Ideologen schon sehr weit fortgeschritten ist und langsam absurde Ausmaße annimmt. Aber wenigstens, so hoffe ich, konnte ich zeigen, dass da nicht viel hintersteckt, weshalb das insgesamt ein umso deutlicheres Armutszeugnis für alle anwesenden Akademiker beim Vortrag vor einem Jahr darstellt. Und das ganz ohne Frau Laimann zu unterstellen, sie wolle dieses Geld nur auf den Weg bringen, weil sie wahrscheinlich selbst keine Zahlerin, sondern eine Begünstigte eines solchen Gesetzes wäre...


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