Expertentum ist Blödsinn - Fallbeispiel Andreas Armborst

SapereAudeBlog

Dass in deutschen Medien ständig von Experten die Rede ist oder diese zu allem Möglichen interviewt werden, sollte allgemein bekannt sein. Man fragt sich dabei sicherlich oft, wie man denn für doch recht bizarre Dinge Experte werden kann. So habe ich schon in Radio und Fernsehen Begriffe wie Einbruchsexperten gehört, worunter ich mir einen guten Einbrecher, nicht aber einen Sicherheitsspezialisten vorstelle. Warum saß der nicht hinter Gittern, sondern redete vor der Kamera mit Reportern? Egal. Hier soll es um einen Doktor gehen, nämlich Andreas Armborst, der seinen Titel im Feld der Soziologie erworben hat. Hier findet man einen kurzen Lebenslauf dieses Mannes. Dort wird auch unter anderem angegeben, dass seine Forschungsschwerpunkte Terrorismusforschung und Dschihadismus beinhalten. Klingt ja erstmal interessant. Die Artikel, die dieser promovierte Soziologe jedoch in der ach so seriösen Huffington Post am 16. und 20. Juli veröffentlicht hat, können bestenfalls als geistiger Dünnschiss bezeichnet werden und geben ein tolles Beispiel dafür, wie viel man von Experten halten sollte und wer in diesem Lande einen Doktortitel führen darf.

Expertentum ist Blödsinn - Fallbeispiel Andreas Armborst

Dass in deutschen Medien ständig von Experten die Rede ist oder diese zu allem Möglichen interviewt werden, sollte allgemein bekannt sein. Man fragt sich dabei sicherlich oft, wie man denn für doch recht bizarre Dinge Experte werden kann. So habe ich schon in Radio und Fernsehen Begriffe wie Einbruchsexperten gehört, worunter ich mir einen guten Einbrecher, nicht aber einen Sicherheitsspezialisten vorstelle. Warum saß der nicht hinter Gittern, sondern redete vor der Kamera mit Reportern? Egal. Hier soll es um einen Doktor gehen, nämlich Andreas Armborst, der seinen Titel im Feld der Soziologie erworben hat. Hier findet man einen kurzen Lebenslauf dieses Mannes. Dort wird auch unter anderem angegeben, dass seine Forschungsschwerpunkte Terrorismusforschung und Dschihadismus beinhalten. Klingt ja erstmal interessant. Die Artikel, die dieser promovierte Soziologe jedoch in der ach so seriösen Huffington Post am 16. und 20. Juli veröffentlicht hat, können bestenfalls als geistiger Dünnschiss bezeichnet werden und geben ein tolles Beispiel dafür, wie viel man von Experten halten sollte und wer in diesem Lande einen Doktortitel führen darf.

Hier wollen wir uns mal auf seinen zweiten Artikel mit dem Titel "Deutsche Flüchtlingspolitik: Segen oder Fluch für die Terrorismusbekämpfung?" beschränken und diesen durchgehen um aufzuzeigen, dass Experten lediglich der Agitation und Propaganda dienen und ihnen dafür auch nicht ihr vielleicht einstmals guter Ruf als seriöser Wissenschaftler zu schade ist. Wer diesen Artikel dieses Mannes gelesen hat, braucht eigentlich keine Aussagen des Doktoren mehr ernst nehmen und sollte sich eher fragen, warum ihm der Titel nicht wieder aberkannt wird. Sein Doktorvater sollte sich in Grund und Boden schämen.

In diesem Artikel behauptet Armborst tatsächlich, offene Grenzen würden den Terrorismus in Deutschland nicht befördern, sondern ihm gar entgegen wirken. Klingt ja erstmal interessant und völlig entgegengesetzt zu dem, was man sonst annimmt, wie auch der Autor selbst bekundet: "Wäre dieser Junge an der Einreise nach Deutschland gehindert worden, hätte er gestern auch keinen Passagiere in einem Zug nach Würzburg angreifen können. Nicht ausgeschlossen, dass es weitere Anschläge dieser Art durch Zuwanderer geben wird. Einerseits erhöht die massenhafte Zuwanderung also offenbar das Risiko für einen terroristischen Anschlag in Deutschland." Es geht hierbei, wie man unschwer erkennen kann, um den Fall des Axtschwingers von Würzburg am 18. Juli 2016. Soweit so gut, das ist auch nicht weiter infrage zu stellen.

Er kommt daraufhin jedoch auf seine großartige Erkenntnis zu sprechen: es ginge ein "präventiver Effekt" von der BR-deutschen Flüchtlingspolitik aus, oh ja! Denn wenn die BRD eine menschenwürdige Innen- und Außenpolitik betreibe, dann nähme das einen großen Teil der Macht, die der IS auf potentielle Radikalisierungen ausüben kann, da diesem so das Narrativ genommen würde. Warum sollte man ein Land angreifen, das einem Sicherheit, Wohlstand und Gesundheit bietet, Dinge, von denen der Mann meint, sie seien für die meisten Menschen interessanter als Ideologie oder Religion. Da scheint er aber noch nie mit wirklich religiösen Menschen geredet zu haben, die zum Beispiel Bluttransfusionen ablehnen oder glauben, sie kämen nur in den Himmel, wenn sie auf Erden bestimmte Taten wie Bekehrungen oder Kampf gegen Ungläubige betrieben. Oder eben auch nicht mit Menschen, die in Ländern und Gesellschaften aufwachsen, in denen Frauen bestimmte sehr eng gefasste Rollen haben, aus denen sie nicht ausbrechen dürfen oder junge Männer sich für das Größte halten, weil sie einer bestimmten Glaubensrichtung angehören, die allen anderen überlegen ist.

Ihm scheint auch völlig unbekannt zu sein, dass der IS viele seiner Kämpfer aus dem so genannten Westen rekrutiert. Hier aufgewachsene und sozialisierte Menschen, die in der BRD nicht unter der Brücke geschlafen oder in Bretterbuden gehaust haben. In vielen islamischen Ländern hätten sie einen deutlich geringeren Lebensstandard bei ihrem jeweiligen Bildungsstand genossen und dennoch sind sie zum IS gegangen. Auch interessant. Wer sagt denn, dass diese Menschen nicht zurück kommen, irgendwas mit "Allahu Akbar" schreien und sich im Kaufhaus in die Luft jagen? Aber es gibt ja zum Glück einen "präventiven Effekt."

Was genau denn diese menschenwürdige Innen- und Außenpolitik sein soll, beschreibt der promovierte Gehirnakrobat jedoch nicht. Offensichtlich gehört für ihn das massenhafte Einlassen illegaler Einwanderer (siehe unsere Artikel zur "Flüchtlingskrise") dazu. Das ist nun also menschenwürdig. Nicht das schnellere Verfahren mit der Abschiebung nicht Schutzbedürftiger, nicht das Unterstützen ausschließlich jener, die unsere Hilfe bräuchten, nicht das Eingehen auf die Bedürfnisse und Wünsche der einheimischen Bevölkerung und nicht der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Steuergeldern und den Verpflichtungen der nächsten Generationen, die die neuen Schulden für diese illegalen Masseneinwanderer stemmen müssen. Nein. Das wäre nicht menschenwürdig. Was die Merkel gerade betreibt und in den letzten Monaten betrieb, das ist es. Aha. Und das verhindert Gewalt? Menschen zu sagen, sie dürften ungestraft an Silvester Frauen attackieren? Sie könnten in Schwimmbädern Menschen belästigen? Sie wären mit ihrer fordernden Haltung nicht im Unrecht? Wie kommt man auf so einen Blödsinn?

Im Endeffekt möchte der Herr Armborst uns also mitteilen, die BR-deutsche Flüchtlingspolitik sei gut, denn langfristig gräbt man so dem IS die Wurzeln ab. Man holt sich damit nicht die Schlimmsten ins Land, in einer Menge, die man nie integrieren könnte, selbst wenn ein Teil von ihnen es wollte. Und so jemanden bezeichnet Focus dann als "Sicherheitsexperten." Wenn wir auf diesen Mann hörten, der nur versucht, die merkelsche Politik zu rechtfertigen und propagandistisch schönzureden, müssten wir anscheinend unsere Grenzen für alle Mohammedaner öffnen und diesen hier möglichst viel geben, damit sie in Menschenwürde in der BRD leben können. Das heißt dann aber doch wohl mehr als Hartz IV, oder? Ist es auch menschenwürdig, dass der Deutsche all diese Leute dann durchfüttern muss? Bei unserer Arbeitslosenzahl scheint es für diese ja wohl kaum mehr genug Arbeit zu geben, vor allem nicht für die Analphabeten.

Man könnte noch weitere Aspekte des Artikels kritisieren oder sich mit anderen Ergüssen seiner großartigen Menschenkenntnis beschäftigen, zum Beispiel damit, dass er von einer "richtigen" Ideologie, nämlich der Demokratie, schreibt und damit sich entweder als jemand zeigt, der mit Begriffen um sich wirft, die er nicht versteht oder eben als jemand, der absichtlich Begriffsverwirrung betreibt. Was von beidem darf er sich selbst aussuchen. Es soll hier jedoch jetzt weder um den Begriff der Ideologie gehen, dafür wird es in naher Zukunft einen weiteren Beitrag geben, noch um andere Merkwürdigkeiten seines Artikels.

Zusammenfassend kann man Doktor Armborst, der seinen Titel wohl nicht deswegen trägt, weil er so wunderbar analytisch und sauber geistig arbeitet, gut als Beispiel für das Expertentum in unserem Lande heranziehen: sie werfen mit Begriffen und Behauptungen um sich, die sie entweder gar nicht oder nur oberflächlich erklären beziehungsweise belegen können und versuchen so Propaganda zugunsten gewisser Interessen zu betreiben. Und wer nur passiv Nachrichten konsumiert, also nicht kritisch und aufmerksam liest, hört oder schaut, der wird wohl kaum darauf kommen, dass er eigentlich nur an der Nase herumgeführt wird, damit er auch brav weiter CDU wählt, weil ja die Merkel zum Beispiel einen "präventiven Effekt" mit ihrer Politik erreicht. Solche Menschen wie Armborst kann man schlicht nicht als in irgendeiner Weise moralisch betrachten, so sie denn wissen, was sie da tun und sich dafür bezahlen lassen oder sie sind halt nur nützliche Idioten, die tatsächlich glauben, was sie von sich geben, aber dann ist ihnen wohl nicht mehr zu helfen.


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